Das Besondere am Instrumentenbau ist, dass aus einfachen Naturmaterialien Form und Klang entstehen, die dann zu Musik werden.
Als ich Anfang der 80er Jahre begann, mich intensiver mit Bordunmusik zu beschäftigen,
war ich sofort fasziniert von den Klangwelten, die sich mir dort eröffneten. Die
Grundtönigkeit des Borduns, der Basis und zugleich Begleitton ist, erschien mir so
einfach und doch genial. Fortan suchte ich nach diesem Klang und fand ihn in den
unterschiedlichsten musikhistorischen Epochen und Genren.
Ein Musikinstrument, das mich ganz besonders fesselte war - der Dudelsack.
Von Anfang an ging es mir nicht allein um das Kopieren vorhandener Instrumente, sondern um
die ständige Entwicklung eigener Modelle und Tonartenvarianten. Neben solider
Handwerksarbeit, deren professionelles Fundament ich durch meine Ausbildung zum
Holzblasinstrumentenmacher bekam, geht es mir bei der Gestaltung meiner Instrumente um
klangliche Ausgewogenheit, bequeme Handhabung, leichte Spielbarkeit und individuelle
Gestaltung. Dudelsäcke aus meiner Werkstatt sind ausnahmslos in reiner Handarbeit und
nicht am Automaten gefertigt!
Da die Rohrblätter quasi das Herz eines jeden Dudelsackes sind, gilt mein besonderes
Augenmerk dem Rohrblattbau. So lassen sich z.B. meine Rohrblätter aus Kunststoff, die
ich im übrigen für alle Dudelsacktypen und für alle Tonarten baue, klanglich
nicht mehr von ihren Vorbildern aus Holz unterscheiden und zeichnen sich zudem durch viele
Vorteile aus.
Mit Stolz kann ich nunmehr auf fast 20 Jahre Dudelsackbau und viele hundert Instrumente,
die inzwischen meine Werkstatt verlassen haben, zurückschauen. Meine Dudelsäcke
werden von Musikern unterschiedlichster Musikszenen aus ganz Deutschland, Europa, den USA und
Japan gespielt.